MEMORY #87

Bei Grossmutter im 10. Stock die Nase an die grosse Scheibe gedrückt. Blick Richtung altes Wankdorf. Die Flutlichtmasten leuchten hell. YB spielt. Mit Vater die letzten 15 Minuten im Stadion verfolgen. Für 5.- eine Fahne gekauft. Jetzt bin ich YB Fan.

MEMORY #86

Gang i dis Zimmer u tue d Tür zue...

MEMORY #85

Mit Papa im Fiat Panda durchs Emmental fresen und gebrannte CD‘s hören.

MEMORY #84

Paris. Juli 2021. Ich halte dich zum letzten Mal in meinen Armen. Über Paris spannt sich ein Regenbogen. Gute Reise, kleine Oryana. Die Erinnerungen an dein kurzes Leben leuchten!

MEMORY #83

auf einer terrasse in sumatra, strömend tropischer regen, du aus südafrika, ich aus europa, seit nächten schwatzend, träumend und back gammon spielend, der anfangs eher grünliche pilzdrink färbt sich im glas nach und nach violett..

MEMORY #82

Ich hüte und erinnere mich an die Ausstellung von Till Könneker. Wir leben im Traum, unsere Gegenwart ist Erinnerung.

MEMORY #81

Wie mir mein Vater im Marzili beibrachte, vom Dreimeterbrett zu springen: Schau das Bundeshaus an und mach einen Schritt, um Bundesrat Kurt Furgler Hallo zu sagen. Schwups, war ich unten.

MEMORY #80

Mit einer Kindergruppe auf einem kleinen Ausflugsdampfer zwischen Hallig Hooge und Sylt bei schwerem Sturm. Eine fremde freundliche Dame nimmt mich auf den Schoss, und in ihr geblümtes Kleid geschmiegt habe ich gar keine Angst mehr.

MEMORY #79

als ich euporisch benebelt morgens um vier uhr mit einer kiste rosé im velokörbli auf die rustikal zusammengezimmerte tanzfläche auf der kleinen brache stolperte und wir uns zum ersten mal küssten..

MEMORY #78

Nachtessen am Küchentisch, dann muss er gehen. Auf den Zug. Wir küssen uns und ich schaue ihm nach, wie er die Treppe runter geht. Was ich damals nicht wusste, es war der endgültige Abschied. Mein Liebster schloss auf der Rückreise die Augen für immer.

MEMORY #77

Fräne und ich, 6-7 jährig, bissen in der Suppenalp ob Mürren Glas-Ränder ab. Dazu kam aus der Jukebox das Lied „Grüezi wohl Frau Stirnima“ und unsere Mütter schrien dazu. Wir blieben unverletzt.

MEMORY #75

als ich als kleiner punk auf meiner schwalbe um die strassenecke bog und gerade noch die kurve kriegte, der knappe hauch des baseballschlägers war durch den alten motorradhelm zu spüren, ich drehte den gasgriff und vibrierte in den naheliegenden wald..

MEMORY #74

wie ich als kleiner ministrant vom langen geknie und andächtigem händegefalte in ohnmacht fiel und auf dem sofa im pfarrhaus erwachte, fräulein fromm brachte tee..

MEMORY #73

als mein wellensittich mit gebrochenen beinen am boden lag, meine mutter mich zurückhielt, mein vater ihn in einem tuch davon trug, und mir nie erzählte was mit ihm passierte..

MEMORY #72

Ich war höchsten vier Jahre alt. Die böse, alte Nachbarin hat meinem Freund eine Wasche gehauen, weil der mit der grossen Eisenfeile am Eisenzaun gefeilt hat. Es hat ihm wahrscheinlich nicht weh getan – er trug einen Töffhelm. Ich empfand es trotzdem als sehr heftig.

MEMORY #71

Im Kindergarten über den Bach springen, wenn man sich getraut hat.

MEMORY #70

Den grössten wiederkehrenden Frust: Die Gutnachtgeschichte-Titelmelodie ertönt, ich freue mich wie wahnsinnig, und dann kommt eine rätoromanische Erzählerstimme...

MEMORY #69

Der Geschmack vom Sirup meiner Urgrossmutter in ihrer Küche aus den 60er Jahren. Cassis Beere werden mich immer an sie erinnern.

MEMORY #68

Ich weiss noch, wie alles anfing. Damals haben wir manchmal noch auf offenem Feuer gekocht. Und Bäume waren gross.

MEMORY #67

Ich weiss noch, wie alles anfing. Wir haben Boote gebaut. Und die Namen der Boote waren: Liebe, Glaube, Hoffnung.

MEMORY #66

Wie ich einmal in den Ferien “vergessen” wurde und unseren blauen VW Bus ohne mich davon fahren sah. Ein Waisenkind für einige Sekunden.

MEMORY #65

Buying Panini Stickers with my brother and father during the World Cup in 1990.

MEMORY #64

Wir liefen nachts in Frutigen durch die Strassen. Plötzlich schwebte über uns eine Fliegende Laterne.

MEMORY #63

Fog.

MEMORY #62

Meine Schwester und ich rührten den feinen Streusel meiner Mutter selber an. Gemeinsam sassen wir auf dem Wohnzimmersessel, löffelten den Streusel aus einer Metallschüssel und schauten unsere Lieblingsserie. Der Streusel bestand hauptsächlich aus Zucker und Butter - wunderbar.

MEMORY #61

In einem Land an einem Strand konnte ich und mein Freund Salz vom Boden aufheben, doch der Wind war so stark das uns Sand in die Augen flog.

MEMORY #60

"Life is what happens to you while you're busy making other plans." #johnlennon A memory of a life changing moment within my time down under.

MEMORY #59

„Rüebli“ sind gut für Deine Augen 👀!

MEMORY #58

Der Wellensittich Mozart, der meistens nur krächzte, aber manchmal, wenn meine Oma eine Melodie pfiff, stimmte er mit ein und konnte wunderschön singen.

MEMORY #57

For a while I had the thought that the world stopped behind me and I kept turning around quickly to see if the world existed where I wasn't looking.

MEMORY #55

Scacciapensieri vor (oder nach?) der Badwanne am Samstag früh abends.

MEMORY #54

Ich war 6. Im Zimmer am tanzen. Die Türklingel läutete, meine Tante stand dort völlig nass in ihrer schwarzen Lederjacke. Ich habe mich gefreut, dass sie zurückgekommen ist, obwohl sie eigentlich schon abgefahren waren. Nach 6 Tagen war sie erschossen in Vilnius und starbt im Alter von 18.

MEMORY #52

Unsere Mutter kochte die Vanillecreme immer selber. Um diese abzukühlen, stellt sie die Schüssel auf den Fenstersims. Ich schleiche mich mit einem Löffel unbemerkt ran, und geniesse die noch lauwarme Creme. Damit Mutter nichts merkt, putze ich den Rand.

MEMORY #51

Ich war klein und sehe im Traum im Westen die Welt brennen. Als wäre Krieg. Es war Nacht. Aber am Morgen denke ich mir, uns passiert bestimmt nichts. Die Amerikaner mit John F. Kennedy werden uns schon helfen. Dann wird er erschossen. Mein Held ist gestorben.

MEMORY #49

Erinnerung an Reise im Zug, als ich für längere Zeit auf einen Punkt gestarrt hatte: Zeit kann sich auf verschiedene Weisen anfühlen; Ich habe es erlebt, wie wenn ich wieder auf den Hauptstrom der Zeit aufgesprungen war. Und dann auch wieder zurück in den stillen Ozean einer anderen, grösseren Zeit.

MEMORY #48

Vorfreude Vorweihnachtszeit: Während die Eltern im Kino waren, haben wir 3 Brüder unser Weihnachtsgeschenk – unseren ersten Heimcomputer, den Commodore Amiga 500 – vorsichtig ausgepackt, aufgestellt und das System mit Diskette gestartet. Danach haben wir alles gleich wieder sorgfältig verpackt.

MEMORY #47

Die kühle Wand im Haus meiner Eltern und die Stachelbeeren im Garten.

MEMORY #46

Melkbeginn vor der Alphütte: die Stirnlampe aufgesetzt, klirrende Kälte, der Himmel voller leuchtender Sterne, und darunter die über hundert reflektierenden Augenpaare der Ziegen in der Dunkelheit.

MEMORY #45

In Berlin, am 11.11.1980, gegen 8.00 Uhr werde ich mit meinem gerade geborenen Sohn im Arm aus dem Kreiss-Saal in den Gang geschoben, vor ein grosses Fenster. Es schneit. Es ist der erste Schnee-Tag und der erste Smog-Tag des Jahres.

MEMORY #44

Ich erinnere mich an einen Sommerabend als ich etwa 7 Jahre alt war. Ein vertrauter, schöner Ort im nahe gelegenen Wald. Grosse Buchen. Weiches Laub am Boden. Wenn man nach oben schaute, leuchteten die Buchenblätter in einem hellen Grün. Ein grosses Feuer. Vater, Mutter, Schwester und ich. Wärme.

MEMORY #43

How I pretended to be a heavy sack of potatoes so that my mother would carry me up the stairs to the top floor. She always said, "Are you a child or a sack of potatoes?"

MEMORY #42

The sublime feeling on my father's shoulders and his bouncing hair that I was not allowed to hold on to.

MEMORY #41

"Deinem Vater geht's gut. Er ist im Himmel."

MEMORY #40

Mit 7 wurde ich wegen Blässe und Magerkeit verschickt, nach Sylt, das damals ein baumloses leeres Eiland war. Aufgewachsen in hügliger Landschaft, noch ohne Bilder, wanderte ich durch Dünen, lange, bis sich zum allerersten Mal der Blick öffnete auf weiten, blendend weissen Strand, funkelndes Meer -

MEMORY #39

ich fülle Sand und Wasser in verschiedene Förmchen, stürze sie auf ein Brett und wickle sie in Walnussblätter ein. Vormittage lang sitze ich unter dem Nussbaum im Sand und warte darauf, dass meine grosse Schwester aus der Schule heimkommt.

MEMORY #38

My escape was my grandparent’s old elegant house in Scotland. It was very beautiful with sloping lawns, weeping willows and peacocks. They had a door with tiny steps that led to a basement smelling of oil & coal. There were empty maids rooms & baths with 1950’s New Yorkers and my aunts ballgowns.

MEMORY #37

Being with my dad’s Trinidadian side of the family, surrounded by spicy food, laughter, funky music, loud debates about politics and rolled joints. Everyone had ‘character’ and style.

MEMORY #36

Als Kind habe ich mit einer engen Freundin aus Haferflocken Mehl gemahlen und aus Rahm mit dem Handmixer Butter geschlagen. Grosse Arbeit, wenig Output, aber viel Spass!

MEMORY #35

Als mein Vater mir diese Erinnerung erzählte, in der er befürchtete, (mir) kein guter Vater zu sein. Und ich verstand, wie sehr er einer ist.

MEMORY #34

Meine Mutter bewahrte ihren farbigen Schmuck in verschiedenen Kästchen auf. Ich durfte als Kind diesen Schmuck bestaunen und damit spielen. Jahre später konnte ich zuschauen, wie meine Töchter den Schmuck bewunderten. Und jetzt sind es meine Grosskinder, die daran Freude haben.

MEMORY #33

I must have been 10 at the time. We lived on a farm raising chickens for a company like Purdue. It was freezing, the pipes froze. There was no water for the chickens. My mother’s survival instinct kicked in. We filled their trays with snow! They survived.

MEMORY #32

Ich erinnere mich an eine meiner ersten Erinnerungen, sehr klein noch: Als ich im Treppenhaus zu unserer Wohnung in Paris einem Gendarmen mit Cape und Kepi begegnete und ihn fragte, ob diese ganze Welt nur für mich gebaut wurde? Und er antwortete mit JA :)

MEMORY #31

The smell of pinecones and snow

MEMORY #30

Walking home through the hutongs in Beijing late at night I often encountered a huangshulan, the typical ferret of these old narrow alleys. It would appear out of nowhere and quickly slide away. This furtive image, at the same time reassuring and haunting is fixed in my mind.

MEMORY #29

Christian Ratti fragte mich vor 2 Tagen per Mail nach einem Restaurant in Venedig, in dem wir im Rahmen des Ausstellungsprojekts "Invent the Future with Elements of the Past" gegessen hatten. Ich kann mich jedoch nicht mehr daran erinnern.

MEMORY #28

Der Geruch des Gletteisendampfsprühers ist eine Mischung aus metallisch riechendem Dampf und dem Duft des Wäschemittels der frisch gewaschenen Kleider, welche unsere Grossmutter „Nanna“ jeden Sonntag bei uns glättete und zusammenfaltete.

MEMORY #26

Soft, warm, cozy darkness all around me. Then a sliver of light which gets longer and wider until I´m blinded and surrounded by light.

MEMORY #22

Der Schmutz von 60 Jahren Schlossereibetrieb in meinem Gesicht während ein neuer Raum für Kunst entsteht.

MEMORY #21

Ich wache Nachts auf schaue aus dem Fenster und merke dass der Mond nicht der einzige Himmelskörper ist den ich sehe sondern es folgt darauf ein ungläubig wahrgenommener zweiter und Dritter. Ich sehe dann das es sich um eine Kette von drei Trabanten oder Scheiben handelt die am Himmel vorbeiziehen.

MEMORY #20

„Bärner Rösti Nimm Späckwürfeli, Säuschmutz, gschwellti, gschibleti Härdöpfel, es Hämpfeli Salt. Alls zämebrägle“ Das Teller über dem Tisch bei meinen Grosseltern mit diesem Rezept und der Duft dieser Rösti. I still miss it…

MEMORY #19

Ich bin vielleicht zwei Jahre alt. Tante Müller, meine Kinderfrau, setzt mich auf den grossen Tisch, der mitten in unserer Küche unter der Deckenlampe steht, um mich zu waschen. Aus Protest beisse ich in die Seife. Es war Palmolivenseife. Der Geschmack bleibt mir bis heute. MLK

MEMORY #18

Das unablässige klopfen der Stempel auf irgendwelchen Dokumenten im Zollamt während ich auf die Verzollung meines alten Feuerwehr LKWs warte. Der Beginn einer abenteuerlichen Reise.

MEMORY #17

Mein schöner und langer Schulweg mit allen Erlebnissen, Verstecken, keleinen Schätzen, Stürtzen, Gelächter, Geheimnissen, Tränen, Melodien und Erkenntnissen.

MEMORY #16

Die Angst vor dem Fenster welches zum Friedhof blickte.

MEMORY #15

When I was told that ghosts had moved into the top floor and I had to visit them.

MEMORY #14

When I woke up at 6 am just to play Super Mario on the cassette console, my love for that game was undeniable.

MEMORY #13

Being paralyzed due to a tumor (and thus completely numb and without sensitivity) and after a few weeks suddenly feeling something warm 'somewhere far away down somewhere on the right' and finding out it's a hand resting on my leg. The first sensory impression again. (of many to come back).

MEMORY #12

When I had a nightmare to take out my eye balls and put them into a bowl of water as a cool trick for my mom but then couldn't put them back in. – I startled from this, but it was stick dark in the room; searching around to find a faintest light at a slit of the shutters, revealing that I can see.

MEMORY #11

Burgdorf, Blockwohnung, 2. Stock, 7. Geburtstag, abends. Ich bekomme mein erstes Velo. Marineblau, 2er Sattel weiss, Rücktritt-Bremse, Harley Lenker. Ich liebe es. Am nächsten Tag starten wir ein Rennen. Beatrice ruft "Du hast den Ständer unten!" Eine Pedalumdrehung und der Ständer ist oben.

MEMORY #10

When i went to the Black Sand Beach, situated in the very south part of the country, the walls of the cliffs there were made from big Basalt columns. I touched the rockwalls and could feel the power and the strenght of the earth, the nature, the evolution, of time. I felt humbled and very emotional.

MEMORY #9

When I collected dead ants and gave them names which I wrote on matchstick crosses and stuck on their little graves.

MEMORY #8

Before Christmas, a wrapped present beeped (it later turned out to be a Donkey Kong game) and I excitedly brought it to my father, who was sitting on the toilet and wasn't happy about the disruption.

MEMORY #7

At summer camp we were not allowed sweets. My father found a clever way to circumvent this rule. He would send pencil thin Belgium chocolates taped to the back of his notes. I loved receiving his letters. I still remember the taste of those chocolates.

MEMORY #6

My grandmother never had much. She lived next to a carwash. When we visited her, she gave us her kitchen baking pans to play in the yard. We would flood the yard with water, soaking the grass. We "cooked" mud pies and pretended to run a diner. We served the pies to the car wash customers.

MEMORY #5

Mein Bett im Schrank und wie sich meine Mutter klein machte um mir darin Geschichten vorzulesen bis ich einschlief.

MEMORY #2

Der Wandteller mit Mustern aus echten Fischschuppen über der Esstischecke meiner Oma.

MEMORY #1

Wie mir ein Mädchen ihre Hand auf meine Stirn legte als ich im Kindergarten auf dem Tisch lag nachdem ich mir den Arm gebrochen hatte.